Bundespokal: NVV Jungs holen Silber

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NVV-Jungs schreiben Geschichte

Nach fünf anstrengenden Tagen beim Bundespokal Süd in Konstanz sicherten sich die männliche aus Nordbaden die Silbermedaille. Damit gehört der Jahrgang bereits jetzt zu den erfolgreichsten Jahrgängen der NVV-Geschichte und bezwang erstmals selbst die hochfavorisierte Auswahl aus Bayern.

Los ging die Erfolgsgeschichte mit einem lockeren Auftakt gegen das Saarland. Hochkonzentriert ließen die Nordbadener ihrem Gegner keine Chance. Vor allem Nils Gromer überzeugte auf der Außenposition und setzte sich im Angriff nach Belieben durch, sodass der angeschlagene Stammspieler Florian Ködel am ersten Turniertag problemlos geschont werden konnte. Auch Nils Greiter überzeugte im zweiten Satz des Spiels auf der Mittelblockposition und sorgte für eine kleine Verschnaufpause für die Stammmittelblocker. Am Ende verbuchte das Team einen ungefährdeten und deutlichen 2:0 (25:12; 25:15) Auftaktsieg.   

Eine deutliche größere Hürde wartete auf die Nordbadische Auswahl am zweiten Turniertag. Mit der Auswahl aus Württemberg stand man dem Top-Favorit des Turniers gegenüber, welche sich am Vortag in ihrem ersten Spiel im Tie-Break gegen die Bayrische Auswahl erfolgreich behauptete. Nach verkrampftem Spielbeginn verloren die Nordbadener schnell den Anschluss zum Gegner. Auch eine klare Leistungssteigerung zum Ende des Satzes konnte den klaren Satzverlust letztlich nicht mehr verhindern. Im zweiten Satz drehte sich das Match jedoch komplett. Die Nordbadener zwangen den Gegner mit druckvollen Angaben immer wieder zu Fehlern und im Angriff punktete Nordbadens bester Angreifer Linus Hüger zuverlässig auch gegen den württembergischen Doppel- und Dreierblock. Folglich sicherte sich Nordbaden den zweiten Satz ihrerseits deutlich. Die Entscheidung musste also im Tie-Break kommen. In einem anfangs noch sehr ausgeglichenen Satz behielt Württemberg am Schluss die Oberhand und sicherte sich einen 2:1 (16:25; 25:18; 10:15) Spielgewinn.

Die Jungs aus Nordbaden erholten sich jedoch schnell von dieser Niederlage. Im Spiel gegen den nächsten Hochkaräter aus Bayern ging man von Anfang an hochkonzentriert vor. In einem Spiel auf Augenhöhe behielten insbesondere die NVV Zuspieler David Gallas und Philipp Hornung die Ruhe und überraschten den Gegner mit herausragenden Pässen und ließen so dem Gegner im Block keine Chance. Im zweiten Satz brach jedoch der Nordbadische Annahmeriege kurzzeitig auseinander. Zu viele direkte Annahmefehler ermöglichten den Bayern den Satzausgleich. Im entscheidenden dritten Satz besannen sich die Nordbadener aber wieder auf ihre Stärken im Block und Aufschlag. Am Ende machten auch die guten Wechseloptionen auf Nordbadischer Seite den Unterschied aus. In der Annahme brachte Tom Lehmann zum Ende des Tie-Breaks die nötige Stabilität und im Aufschlag verhalfen Mittelblocker Jamie Neale und Aufschlagsjoker Philipp Sandmann Nordbaden mit ihren gefährlichen Aufschlägen zum 2:1 (25:23; 11:25; 15:11)  Spielgewinn.

Als überraschender Gruppenzweiter trafen die Nordbadener somit auf den vermeintlich einfacheren Gegner aus Südbaden im Überkreuzvergleich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten spielten die Nordbadener ihre Überlegenheit in Aufschlag und Annahme gekonnt aus und sicherten sich letztlich einen ungefährdeten 2:0 (25:16; 25:17) Spielgewinn. Damit war der Einzug ins Halbfinale perfekt.

Im Halbfinale wartete dann die Auswahl aus Sachsen auf die Jungs des NVV. In einem sehr ausgeglichenen Spiel nutze Nordbaden jede Schwäche ihres Gegners und gewannen den ersten Satz. Im zweiten Satz stellte Sachsen ihre Taktik erfolgreich um und war über die Außenposition kaum noch zu stoppen. Am Schluss ging der Satz deshalb an Sachsen. Es dauerte aber nicht lange bevor die Nordbadener im dritten Satz auch für die neue Strategie Sachsens eine Lösung fand. Nach anfänglichen Schwierigkeiten leitete der überragende Mittelblocker Max Vetter mit drei Blocks in Folge und einem knallharten Schnellangriff die Wende ein. Danach waren die NVV-Jungs nicht mehr zu halten. Außenangreifer Florian Ködel  fand zuverlässig selbst kleinste Lücken im Sachsener Block und überraschte den Gegner mit gut Lobs. Am Ende krönte der eingewechselte Nils Gromer eine hervorragende Teamleistung mit zwei Assen und ließ den großen Traum vom Finale tatsächlich wahr werden.

Die Auswahl aus Württemberg setzte sich ebenfalls in ihrem Finale durch, sodass es schließlich erneut auf ein Aufeinandertreffen der beiden Teams und somit zu einem Baden-Württembergischen Finale kam. Die knappe Tie-Break Niederlage der Vorrunde wollten die NVV Jungs unbedingt vergessen machen. Die VLW-Auswahl trumpfte ihrerseits im Finale jedoch unglaublich stark auf und machten Nordbaden insbesondere durch ihren guten Block das Leben schwer. Nordbaden kämpfte verbittert um jeden Ball und insbesondere Libero Hahn beeindruckte mit vielen spektakulären Abwehraktionen gegen die harten Schläge der gegnerischen Angreifer. Ebenso griff Finn Bauer nach seiner Einwechslung ein ums andere Mal erfolgreich im Block zu. Oft war die Gegenwehr jedoch vergebens. Am Schluss war der Gegner aus Württemberg am Netz zu dominant. Nach einem sehr klaren ersten Satzverlust erspielte man sich im zweiten Satz trotzdem durch raffiniertes Spiel mit dem gegnerischen Block einen 19:15 Satzführung. Am Ende musste man sich dennoch mit 2:0 (11:25; 23:25) geschlagen geben.

Das Fazit für das Turnier fällt aber natürlich trotz der Finalniederlage mehr als positiv aus. Auch dem Bundestrainer ist das große Potenzial der NVV-Jungs nicht entgangen, sodass mit Philipp Hornung, David Gallas, Linus Hüger und Florian Ködel gleich vier Nordbadener zu den Sichtungen für die Nationalmannschaft im November nach Kienbaum eingeladen wurden.

Für die NVV-Auswahl spielten: Philipp Hornung, David Gallas, Philipp Sandmann, Nils Gromer, Linus Hüger, Florian Ködel, Tom Lehmann, Max Vetter, Finn Bauer, Nils Greiter, Jamie Neale und Philip Hahn.

Bericht Mädchen

Mittwoch, eigentlich ein normaler Schultag, aber für uns ging die Fahrt nach Konstanz los zu unserem ersten Bundespokal.

Der Partybus startete sofort und wurde seinem Ruf gerecht mit Stimmung und Motivation und super Musik. Als unsere Pause endlich kam, haben wir uns gleich die Luftballons im Laden geschnappt und die künstlerische Ader kam zum Vorschein.

Die Stimmung blieb erhalten und die Aufregung wurde größer, als wir an der Halle ankamen. Die Mädchen starteten mit dem Training aufgeteilt nach Zuspiel und Angriff. Das Training der Jungs begann, als wir jemanden kommen sahen, den wir nicht kannten, aber ohne den das Wochenende wahrscheinlich anders verlaufen wäre, unseren Physio.

Eine halbe Ewigkeit später waren dann sogar die Jungs fertig und wir konnten endlich in die Jugendherberge und die Freude aufs Abendessen wurde immer größer. Der Nachtruhe immer näher kommend wurde die Schlange vor dem begehrten Physiozimmer kleiner, der Kreis aus Spielern im Gang jedoch nicht.

Am nächsten Morgen stand der Ausflug zum schönen Bodensee ganz oben, wo ein kleiner Wasserspender direkt in unser Blickfeld kam und gut in Gebrauch war. Die daraufhin folgende Pizza löste Spannungen in der Jugendherberge aus, als wir zurechtgewiesen wurden, dass es verboten ist. Da konnte man die Pizza auch nicht mehr ganz genießen. Dazu kam noch die wenige Tomatensoße. Trotz allem waren die Kartons leer, als es zum letzten Training vor den Spieltagen ging, welches teils gut lief.

Früh morgens startete das Gewusel, als die Aktion holländische Zöpfe startete. Sobald wir in der Halle ankamen, hieß es warm machen für unser erstes Spiel gegen Rheinland-Pfalz. Doch dazwischen kam noch die Begrüßung, bei der ein Spieler von uns gegen einen Tisch gerannt ist. Als dann der Ernst begann, war die Stimmung gut, nur leider starteten wir im Spiel gegen die Pfälzer weniger gut und sie hatten den ersten Satz gewonnen. Als es im zweiten Satz besser lief, bestand Hoffnung, doch das Spiel haben wir leider verloren (2:1), weshalb es im Spiel gegen Saarland darum ging,  Gruppen-Zweiter zu werden, was uns gelang. So mussten wir am nächsten Morgen gegen Südbaden im Kreuzvergleich antreten. Zur Entspannung am Abend haben wir Mädchen einen Spaziergang am Flussufer gemacht und einen sehr schönen Sonnenuntergang angeschaut. Samstag ging etwas verschlafen los, da ein Zimmer den Wecker vergessen hatte. Doch das Spiel gegen Südbaden startete gut, es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem der erste Satz verloren ging. Doch im zweiten Satz konnten wir uns durch gute Stimmung, Einsatz und Willen durchsetzten. So stand der dritte Satz bevor, den wir mit zwei Punkten verloren haben. Also fanden wir uns in der unteren Gruppe gegen Hessen und Saarland wieder. Während wir uns damit abfinden mussten, haben unsere Jungs in einem guten Spiel gegen Bayern gewonnen.

Nach langer Pause ging das Spiel gegen Hessen los, dies haben wir (2:1) gewonnen und so war nur noch Saarland auf der Liste der Spiele bei diesem Bundespokal., welches wir im dritten Satz verloren haben. Für uns ging es also nicht mehr weiter am Sonntag. Also gaben wir alles, um unsere Jungs im Halbfinale anzufeuern, was auch geholfen hat, da sie ins Finale eingezogen sind. Dort mussten sie sich leider im ersten Satz gegen Württemberg deutlich geschlagen geben, wogegen  der zweite Satz schon knapper ausfiel, trotzdem hieß es am Ende leider 2:0 für den Landesverband-Württemberg. Trotzdem eine Hammer Leistung der zweite Platz.

Statt trauriger Gesichter bei den Mädchen ging die Rückfahrt mit Stimmung zu Ende.

von Lucia Reeh & Annika Biber

                

veröffentlicht am Donnerstag, 18. Oktober 2018 um 11:51; erstellt von Schell, Holger
letzte Änderung: 18.10.18 11:54
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