Aktuelle Infos zur DVV-Card!

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Liebe Volleyballerinnen und Volleyballer im Bereich des SBVV/NVV,

der Vorstand des DVV unter Führung von Thomas Krohne ist beim Hauptausschuss am vergangenen Wochenende zurückgetreten. Der neue Vorstand wird künftig von Präsident René Hecht (Präsident des Volleyball-Verbandes Berlin, deutscher Rekordnationalspieler, Träger des Volleyball-Awards) angeführt. Im Namen des SBVV/NVV bedanken wir uns bei Thomas Krohne und seinem Team für die geleistete wertvolle Arbeit für den Volleyballsport in Deutschland.

Der DVV und seine Mitglieder (die Landesverbände und die Volleyball Bundesliga) wollen eine digitale Volleyball-Community aufbauen, die die Potenziale der Digitalisierung für unseren Sport konsequent nutzt und Sportlern wie Partnern zahlreiche Mehrwerte erschließt. Das Projekt „VolleyPassion“ mit der Volleyball-Card als bundesweites Angebot hat dabei das Ziel, neue Mitglieder zu gewinnen, neue Finanzen zu erschließen und einen neuen bundesweiten Service für die Volleyballerinnen und Volleyballer anzubieten.

Die Landesverbände – auch SBVV und NVV – sehen in „VolleyPassion“ mit der DVV-Card auch weiterhin eine innovative und zukunftsorientierte Entwicklungschance für Volleyball-Deutschland.

In einer ersten Stufe stimmten fast alle Landesverbände bereits im November 2017 einer vom DVV geforderten Registrierungspflicht für Inhaber einer Spielerlizenz in der Halle und im Bereich Beach im DVV Portal „VolleyPassion“ ab der Saison 2018/2019 zu. Mit der verbindlichen, kostenfreien Registrierung erfolgt eine verbindliche kostenfreie Kopplung an die Spielberechtigung. Bei der Registrierung hat dabei jeder Spieler/jede Spielerin die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob der DVV die eigenen Daten weitergeben darf oder nicht. Dieses System wird auch beim neuen DVV-Vorstand Bestand haben und bis zur Praxisreife weiterentwickelt. Der Startschuss für die kostenfreie und verpflichtende Registrierung im DVV-Portal „VolleyPassion“ sollte zum 01.07.18 erfolgen. Auf Grund technischer Probleme wird der Start jedoch verschoben. Ein neuer Termin soll in Kürze stehen und veröffentlicht werden.

Der zurückgetretene Vorstand des DVV hatte als zweite Stufe gefordert, die Registrierung und Kopplung an die Spielerlaubnis mit einer Kostenpflicht zu verbinden, sodass neben der Pflicht zur Registrierung auch die Pflicht zur Bezahlung gekommen wäre. An der Kostenpflicht hatte sich zwischen dem zurückgetretenen DVV-Vorstand und den Landesverbänden ein Dissens entzündet, der am 17.06.2018 zum Rücktritt des Vorstands unter Thomas Krohne geführt hat. Der zurückgetretene DVV-Vorstand wollte die Kostenpflicht ab der Saison 2019/2020 um jeden Preis. Die Landesverbände hatten von Beginn an vor einer Kostenpflicht verbunden mit einer Kopplung an die Spielberechtigung gewarnt und eine Zahlung beim freiwilligen Erwerb der DVV-Card favorisiert. Die Rückmeldungen aus den Landesverbänden zur Kostenpflicht waren in den letzten Wochen mit großen Befürchtungen verbunden, weitere Mitglieder, Ehrenamtliche, Vereine und Mannschaften aus dem organisierten Sport in den Landesverbänden zu verlieren. Die Entscheidung einer kostenpflichtigen Einführung sollte im Hauptausschuss getroffen werden.

Die Landesverbände hatten nach vorheriger Rückversicherung durch die eigene Basis mit großer Mehrheit die Kostenpflicht negativ bewertet und waren nicht für die Einführung einer Kostenpflicht bereits ab der Spielsaison 2019/2020 zu gewinnen. Selbst persönliche Anwesenheit und Fürsprache von Mitgliedern des zurückgetretenen DVV-Vorstands bei Veranstaltungen in verschiedenen Landesverbänden konnten dort die ablehnende Grundeinstellung der Vereine nicht ändern.

Beim Hauptausschuss hat Thomas Krohne die Anträge des DVV-Vorstands zur Einführung der Kostenpflicht zurückgezogen und danach seinen Rücktritt als Präsident des DVV erklärt. Anschließend legten dann auch die anderen Vorstandsmitglieder ihr Amt nieder, ohne den Vertretern der Landesverbände die Möglichkeit einer Aussprache zu ermöglichen oder an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Kurz nach dem Rücktritt des DVV-Vorstands waren bereits Pressemitteilungen zum Rücktritt in der Presse und den sozialen Medien mit teilweise inakzeptablen Vorwürfen an die Landesverbände veröffentlicht und bundesweit gestreut.

Leider war es nicht möglich, die unterschiedliche Auffassungen und Defizite zwischen dem ehemaligen DVV-Vorstand und den Präsidenten der Landesverbände bezüglich Transparenz, Kommunikation und Vertrauen im gegenseitigen Umgang auszuräumen. Dabei war man im Grundsatz nicht so weit auseinander. Der SBVV wird sich auch weiterhin mit Sachlichkeit und fachlicher Expertise in die Weiterentwicklung von Volleyball in Südbaden und auf Bundesebene einbringen.

Die Landesverbände und die Volleyball-Bundesliga stehen für die DVV-Card und „VolleyPassion“ und haben dies beim Hauptausschuss nachdrücklich bekräftigt.

Am Ende des Hauptausschusses gab es erfreulicherweise wieder ein DVV-Vorstandsteam unter Führung von Präsident René Hecht, das auch von SBVV und NVV mit unterstützt wird. DVV-Vorstand und die Landesverbände nebst Volleyball-Bundesliga waren sich selten so einig – ein wichtiges und gutes Zeichen für die Zukunft des Volleyballs.

Der Volleyball in Deutschland ist nicht im Chaos gelandet, steht aber vor Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen und lösen werden…

Volker Schiemenz, Präsident SBVV

Harald W. Schoch, Präsident NVV

Baden, den 20. Juni 2018

 

veröffentlicht am Mittwoch, 20. Juni 2018 um 10:32; erstellt von SBVV-Geschäftsstelle, Andrea Greguric
letzte Änderung: 02.07.18 11:13
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